Mittelpunkt meines Lebens ist die Familie, Leidenschaft für Sport eines meiner Markenzeichen, sehr sozial und deshalb politisch ausgeprägtes Denken der Motor aller meiner vielen verschiedenen gesellschaftlichen Aktivitäten.

Ich habe in meinem Leben viel Glück gehabt. Ich habe meinen Traumjob gefunden, in dem ich zudem sozial gut abgesichert bin: Kriminalbeamter. Ich könnte also durchaus zufrieden sein.
Doch ich gehe ja nicht blind durch die Welt. In meinem Verwandten-, Freundes- und Bekanntenkreis gibt es Menschen, die wieder und wieder in Arbeitslosigkeit oder Niedriglohn vor dem Nichts stehen. Ich kenne so einige, die haben seit Jahren Arbeit, doch entweder müssen sie dafür weit pendeln oder der Lohn ist so gering, dass sie sich kaum etwas leisten können. Ich sehe, dass es sehr vielen Menschen wirtschaftlich nicht gut geht, in einem Land, in dem Reiche immer reicher werden. Ich empfinde das als zutiefst ungerecht. Und so habe ich zur LINKEN gefunden.

 

Ich bin davon überzeugt, dass es in unserem Land nicht sein muss, dass Menschen, besonders Kinder, alleinerziehende Mütter oder Väter und Rentner in Armut leben. Und für mich geht Armut eben schon dann los, wenn Urlaub, Mobilität, gesellschaftliche Teilhabe wie Sport und Kultur zu Luxusgütern werden. Es müsste auch kein einziger Mensch auf unserem schönen Planeten hungern und aus seiner Heimat fliehen. Ich bin der Meinung, dass man das ändern kann, wenn man diese Ungerechtigkeit zum Tagesthema macht – immer und immer wieder.

Das war meine politische Motivation, mich zu engagieren, statt nur mit anderen am Stammtisch oder bei der Arbeit zu schimpfen. Heute bin ich seit Jahren Kreistagsmitglied, Mitglied im Gemeinderat und habe auch zwei Legislaturperioden als Mitglied des Bundestages gearbeitet. Heute weiß ich, dass man Veränderungen erkämpfen kann und bin noch motivierter. Wie wurden wir ausgelacht, als die LINKE einen Mindestlohn forderte. Heute gibt es ihn – zu niedrig, noch schlecht kontrolliert, aber ein Friseurmeister Kemmerich kann seine Angestellten nicht mehr mit 5 Euro die Stunde ausbeuten.

Als Kriminalist bin ich dann auch von der Sozialpolitik in der Drogenpolitik gelandet. Nein, ich finde es nicht gut, wenn junge Menschen Drogen konsumieren, egal ob legale oder illegale – und nein, ich finde es nicht egal, wenn Erwachsene am Boden liegen, weil sie in ihrer Sucht am Ende sind. Aber auch bei intensivster Beschäftigung mit dem Thema habe ich nicht feststellen können, dass Strafverfolgung, dass Gefängnis an dieser Situation etwas verbessern. Im Gegenteil, während für Tabak und Alkohol sogar Werbung gemacht werden darf, werden Drogen auf dem illegalen Markt immer gefährlicher und die organisierte Kriminalität stopft sich mit Geld voll – es ist ihre Haupteinnahmequelle.

Heute bin ich Sprecher der Organisation LEAP Deutschland (Gesetzeshüter gegen die Drogenprohibition) und einer der bekanntesten politischen Experten in der Drogenpolitik. Und auch hier bin ich fest davon überzeugt, dass deutliche Veränderungen eine wesentliche Verringerung der Zahl der Todesfälle durch Drogenkonsum und einen sehr viel besseren Kinder- und Jugendschutz bedeuten können.

Ich will in die Politik einbringen, was ich mir an Erkenntnissen erarbeitet und erkämpft habe. Ich will meinen Sinn für Gerechtigkeit, besonders für soziale Gerechtigkeit, und den Blick des ländlichen Raumes in die Politik einbringen. Und Einbringen heißt bei mir verändern – schöne Parolen habe ich zu lange und zu oft gehört. Ich bin mir sicher, dass dieses Land gerechter sein kann. Wenn die richtigen Themen auf die Tagesordnung kommen.

Wird gegen Flüchtlinge gehetzt, werden sie gar angegriffen, geht es zwar den Flüchtlingen schlechter, dem Arbeitslosen und dem Rentner aber nicht. Werden CDU und FDP gewählt, werden wir Exportweltmeister, was heißt, dass Lohnkosten und Unternehmenssteuern niedrig sein müssen, ist das schlecht für Handwerker, Künstler und viele andere, die darauf angewiesen sind, dass auf dem Binnenmarkt Geld ausgegeben wird. Man muss in die Wahlprogramme schauen – nicht auf Klischees.

Ich hoffe, dass am 26. September 2021 viele Menschen zur Wahl gehen und dabei nicht nur auf die eigene Situation schauen, sondern auf das ganze Land, und dass sie überzeugt sind, dass dieses Land mit der LINKEN ein starkes soziales Gewissen im Parlament hat.